e-Scooter mit Zulassung und Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)

Möchtest du dir privat einen e-Scooter kaufen, ist es wichtig, dass dieser eine Zulassung bzw. eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) hat. Fehlt diese ABE, kann der entsprechende e-Scooter nicht legal auf deutschen Straßen und Radwegen gefahren werden.

e-Scooter mit Zulassung und ABE

Hinweis: Dieser Artikel und vor allem die Übersicht der e-Scooter mit Allgemeiner Betriebserlaubnis wird ständig aktualisiert (letztes Update: 15.08.2019).

Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) und Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)

Mit Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) am 26.07.2019 wurden die Rahmenbedingungen zur Nutzung von e-Scootern im öffentlichen Verkehr festgelegt.

Dort enthalten sind Vorgaben, die notwendig sind, um für einen Scooter eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) zu bekommen.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass du als Käufer diese ABE nicht stellen musst, da jeweils die Hersteller einen entsprechenden Antrag beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stellen.

Strafen beim Fahren von e-Scootern ohne Zulassung bzw. ABE

In unserer Übersicht zu Bußgeldern, die bei Nichtbeachtung der Regeln für e-Scooter anfallen können, wird die fehlende Betriebserlaubnis mit einer Strafe in Höhe von 70,- Euro aufgeführt.

Was auf den ersten Blick vielleicht als verschmerzbar angesehen wird, wird sich im Falle eines Unfalls schnell ändern.

Bist du nämlich an einem Unfall beteiligt, also nicht zwingend selbst Unfallverursacher, bekommst du in jedem Fall auch eine Mitschuld, wenn dein e-Scooter keine Zulassung hat.

e-Scooter Polizei

Da du einen e-Scooter ohne ABE generell nicht versichern kannst, musst du in diesem Fall die Kosten selbst tragen. Gerade bei Personenschäden kann der entsprechende Betrag dabei sehr hoch ausfallen, sodass wir unbedingt von einer Nutzung solcher e-Scooter im öffentlichen Bereich abraten.

Übersicht e-Scooter mit Zulassung (Stand 15.08.2019)

Nachfolgend findest du eine Liste aller e-Scooter, die bereits zugelassen sind und über eine ABE verfügen. Wir werden diese Liste stetig aktualisieren und den jeweiligen Modellen eigene Seiten widmen, die wir in der Übersicht dann jeweils verlinken.

ABE-Nr.DatumTypbezeichnungHandelsbezeichnungGenehmigungsinhaber
N99721.06.2019ES 200GTier ES 200GTier Mobility GmbH
N99621.06.2019Voiager 1VOI Voiager 1VOI Technology AB
N99821.06.2019SparrowIO Hawk SparrowIO Hawk Invest GmbH
P00221.06.2019B1DB1D, FLASH, CIRCLMTS Holding S.C.A.
P00425.06.2019Lime-S 3.0Lime-S 3.0LimeBike Germany GmbH
N99926.06.2019Exit-CrossIO Hawk Exit-CrossIO Hawk Invest GmbH
P01015.07.2019WUE10EGRET TENWalberg Urban Electrics GmbH
P00518.07.2019ES145AMooviKaufmann Sortimentsgroßhandel GmbH
P01226.07.2019e-floaterefloaterFloatility GmbH
P02629.07.2019WUE8EGRET EIGHT;
THE-URBAN #BRLIN
Walberg Urban Electrics GmbH
P00102.08.2019Bird One GermanyBird OneBird Rides Europe B.V.
P02709.08.2019SO6SoFlow SO6SoFlow B.V.
P02814.08.2019MAXzum Genehmigungszeitpunkt unbekanntSegway Europe B.V.

Vielleicht wird dir bereits aufgefallen sein, dass du bereits e-Scooter vorbestellen kannst, die in dieser Liste nicht aufgeführt sind. In diesem Fall geht der Hersteller bzw. Händler davon aus, dass eine ABE erteilt wird und in der Regel ist das Prüfungsverfahren durch das KBA bereits eingeleitet.

Solltest du dir noch nicht sicher sein, welcher e-Scooter für dich in Frage kommen könnte, schau dir unbedingt auch unseren umfassenden Artikel zur Kaufberatung von e-Scootern an. Dort haben wir alle Aspekte berücksichtigt, die bei einem Kauf relevant sind (Reifengröße, Leistung, Akkukapazität, Reichweite Bremsen etc.).

Solltest du darüberhinaus weitere Fragen haben, melde dich auch gerne in den Kommentaren.

Nachträgliche Zulassung für e-Scooter ohne ABE

Grundsätzlich ist es denkbar, dass ältere e-Scooter umgerüstet werden, um so nachträglich eine Zulassung zu bekommen. Nach unseren Erfahrungen ist der Prozess dabei aber sehr komplex und entsprechend kostenintensiv, sodass nur die wenigstens Hersteller diesen Weg gehen werden.

Laut Aussage des KBA steht es dir frei, selbst einen entsprechenden Antrag („Einzelerlaubnis„) zu stellen. Gleichzeitig weist das KBA allerdings darauf hin, dass du in diesem Fall Kontakt zu einem amtlich anerkannten Sachverständigen für den Kraftfahrzeugverkehr aufnehmen musst.

Entsprechend stehen die Kosten wohl in keiner Relation zu dem (offenen) Ergebnis, sodass ein Neukauf eines bereits zugelassenen e-Scooters sicherlich die bessere Wahl ist.

Fazit

Möchtest du mit deinem privaten e-Scooter auch langfristig Spaß haben, achte unbedingt darauf, dass dieser auch eine ABE hat.

Auch wenn aktuell in großen Elektronikmärkten e-Scooter verkauft werden, die preislich sehr attraktiv sind, solltest du diese auf keinen Fall kaufen, wenn eine ABE nicht vorhanden ist. Früher oder später wirst du dich entsprechend ärgern.

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Holger

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